Monatsdienst Juni 2019 - Verkehrsunfall-Konzept

 

 

Seit vielen Jahren haben wir in Jelmstorf immer wieder mit Verkehrsunfällen auf der Bundestarße 4 zu tun.

Vor einigen Jahren haben wir das sogenannte „Wichtenbecker-VU-Konzept“ übernommen und auf unsere Bedürfnisse im Einsatzfall zugeschnitten.
Damit unterstützen wird die Kameraden der Schwerpunktfeuerwehr Bad Bevensen, damit die Rettung der Patienten im verunfallten PKW/LKW noch schneller von statten geht.

Dieser Ausbildungsdienst findet jedes Jahr wieder seinen Platz im Jahresausbildungsplan.
Neu in diesem Jahr war, dass wir gemeinsam mit unserer Kooperationswehr Freiwillige Feuerwehr Seedorf diese Ausbildung durchgeführt haben.

Bei dem VU-Konzept ( Verkehrsunfall-Konzept ) geht es darum, dass unser Gruppenführer bereits sich einen Eindruck von dem/den  Patient(en) im Fahrzeug verschafft, anschließend das Fahrzeug betrachtet und ggf. weitere Gefahren für die Feuerwehrfrauen und –Männer erkennt. Beispiel: Gasanlage im PKW, Elektrofahrzeug, gefährliche Ladung, umgestürzte Bäume usw.

Danach teilt unser Gruppenführer die Gruppe ein.

Die Straße muss gesperrt werden, damit wir sicher arbeiten können.

Das Fahrzeug muss gegen wegrollen gesichert und durch „Unterbauen“ von Rüsthölzer oder Unterlegkeilen stabilisiert werden und die Fahrzeugreifen entlüften, damit keine weiteren Erschütterungen den Patienten weiter belasten, aber auch die Arbeiten mit dem Hydraulischen Rettungssatz überhaupt erst möglich sind.

Eine Kameradin oder ein Kamerad steigt in das Fahrzeug  zur Betreuung des Fahrzeuginsassen.


 

Der Brandschutz muss sichergestellt werden, denn durch Beschädigungen an der Fahrzeugbatterie durch den Unfall kann ein Fahrzeug beginnen zu brennen.
Zur Vorbereitung für den Einsatz mit Hydraulischen Rettungsgerät, um den Patienten aus dem Fahrzeug zu befreien, müssen wir das Fahrzeug entglasen.
Das heißt alle Glasscheiben des Fahrzeuges müssen eingeschlagen und entfernt werden.

Laufend hält unser Gruppenführer kontakt mit den jeweiligen eingesetzten Trupps, den Gruppenführern der nachrückenden Einsatzkräften, sowie Rettungsdienst und Notarzt.

Viele Aufgaben, die gleichzeitig ablaufen. Dieses muss ständig ausgebildet und geübt werden.

In diesem Jahr haben wir zwei Übungsfahrzeuge von Firma Struck, Uelzen / Trumpf, Uelzen erhalten.

Mit den Bevensener Kameraden durften wir bei dieser Ausbildung einen weiteren Schritt nach unserem VU-Konzept gehen. Wir durften den Einsatz am Hydraulischen Rettungsgerät nach Einweisung selbst vornehmen. Ein toller Ausbildungsdienst und eine tolle Unterstützung der Bevensener Kameraden.

 

Vielen Dank an Firma Trumpf und Struck aus Uelzen,

an die Kameradinnen und Kameraden aus der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bevensen,


sowie den Familien Bosse und Gade.

Auch ein gesonderter Dank an Tobi für die tollen Fotos.