Monatsdienst Juli 2019

 

In zwei verschiedenen Ausbildungsterminen im Juli haben die Kameradinnen und Kameraden der Kooperation Feuerwehr Seedorf und Feuerwehr Jelmstorf ihren Monatsdienst abgeleistet.

Auf dem Dienstplan in diesem Monat standen die Themen: „Schaumangriff und Knotenkunde“

In zwei Stationen teilten wir die Ausbildungsthemen auf:


In der ersten Station hatten wir den klassischen Löschangriff mit Schaum erklärt.

Der richtige Aufbau ist entscheidend, die Gerätschaften müssen korrekt in die Schlauchleitung eingebaut werden, sowie die jeweilige passende  Größe, in unserem Fall für das Mittelschaurohr mit 200 Liter/Minute Löschwasser ( Schaum ) Abgabe, verbaut wird.
Welcher Trupps nimmt das Schaumrohr vor und wie  setzt dieser Trupp das Schaumrohr richtig ein. Welcher Trupp bedient den Zumischer und Verteiler. Ein korrekter Arbeitsdruck am Schaumrohr muss mittels Feuerwehrpumpe gefördert werden. Das ist die Aufgabe des Maschinisten.
Welchen Schaum ( Schwer-, Mittel-, Leichtschaum ) setzen wir bei welchem Feuer ein?
Wie viel Schaummittel wird pro Minute benötigt und  in welcher Zeit ist ein 20 L-Kanister Schaummittel verbraucht?
 Alles muss zusammenpassen, ansonsten Löschen wir nicht mit Schaum, sondern mit Wasser.
Und das wollen wir nicht bei jedem Brandeinsatz, Beispielsweise: bei Flüssigkeitsbränden.

Neben unseren Ausbilder Norbert Martin wurden die Kameradinnen und Kameraden wiederholt an das Thema Knoten in der Feuerwehr von Markus Krug ausgebildet. Rettungsbund mit Spierenstich, Achterknoten und den Z-Knoten werden im Einsatz benötigt. Die wichtigsten Knoten und Bunde sollte jede Kameradin und jeder Kamerad beherrschen können. Einen kleinen Ausbildungsabstecher hatte Markus in den Bereich Digitalfunk kurz mit angesprochen.

 

In unserer zweiten Ausbildungsstation an den Abenden zwar unser Waldbrandkonzept.

Hierbei wollten wir unsere Taktik verbessern. Wir haben in diesem Jahr unser beantragtes
D-Hohlstrahlrohr und D-Schläuche erhalten. Im großen Kreis sollte diese Neuerung nun mit in unser bestehendes Waldbrandkonzept eingebunden werden.

Da wir auf unseren TSF Seedorf & TSF Jelmstorf kein Löschwasser mitführen, bleibt uns nur die Möglichkeit im Falle eines Boden- / Vegetationsfeuer die Brandbekämpfung vorzubereiten. Wir sind anschließend abhängig von Tanklöschfahrzeuge oder einer Wasserförderung über lange Wegstrecke anderer Ortswehren.

Für die Vorbereitung  stecken wir unsere vier Steckleiterteile zu einem Viereck ineinander und legen eine Gewebeplan hinein und verzurren die Leiterteile mit einem Spanngurt.
Dadurch können wir bis zu 1.000 Liter Löschwasser im provisorischen Behälter aufnehmen. Mittels unserer tragbaren Feuerwehrpumpe und der Saugschläuche entnehmen wir das benötigte Löschwasser.
Um unser knappes Löschwasser sinnvoll einzusetzen, sparen wir Wasser für den Transportweg  mittels C-Schläuchen anstatt B-Schläuche bis zum Verteiler. In einem gefüllten B-Schlauch passen 88 Liter hinein, in einem C-Schlauch hingegen nur 33 Liter, da die C-Schläuche einen kleineren Querschnitt haben.


Mit unseren C-Schlauchtragekörben können wir sehr die Schlauchleitung bis zum Feuer auslegen. Um einen zusätzlichen Löscherfolg zu haben, setzen wir unseren Zumischer mit Schaummittel vor unseren Verteiler ein. Mit einer geringen Zugabe es Schaummittels in das Löschwasser erzeugen wir ein „Netztmittel“. Wir nehmen dadurch dem Löschwasser die Oberflächenspannung und es kann besser in den Waldboden oder ins Stroh / Heu eindringen. Eine gute Unterstützung zu unserem Löschwasser.


Mit unserer Staffelbesatzung vom TSF können somit zwei Trupps mit D- und C-Hohlstrahlrohr die Brandbekämpfung vornehmen. Worauf die Trupps noch zu achten haben, wurde im Anschluss besprochen. Leichte Bekleidung, Mineralwasser mit an Strahlrohr vornehmen, Grundsätzlich die Entwicklung des Feuers beachten, Windrichtung beachten, Signal für einen Rückzug, Abstellort des Fahrzeuges uvm.